Was Sankt Martin mit dem Gänsebraten zu tun hat

Wer war der Heilige Martin? Und in welcher Verbindung steht er zur traditionellen Martinsgans, die in diesen Tagen bei vielen auf den Tisch kommt?

Am 11. November feiern Christen Sankt Martin, den Schutzpatron der Armen. Der Legende nach teilte er als römischer Soldat seinen Mantel mit einem frierenden Bettler. Daraufhin erschien ihm der mit einem halben Mantel bekleidete Jesus.

Martins Tat wurde zum Sinnbild der Barmherzigkeit und Nächstenliebe. Das Brauchtum zum 11. November ist mit Laternenumzug, Martinsritt und Martinsgans lebendig.

Wer Martin von Tours war:

Martin von Tours gilt als einer der ersten, der nicht wegen eines Märtyrertodes, sondern aufgrund seiner Lebensführung heiliggesprochen wurde.

Martin lebte im vierten Jahrhundert nach Christus. Geboren wurde er wahrscheinlich 316 oder 317. Im Jahr 397 starb er im hohen Alter und wurde in der Kathedrale von Tours beigesetzt.

Als junger Mann trat er in die römische Armee ein. Die bekannteste Legende zu Sankt Martin spielt in dieser Zeit. So soll er einst im Winter einen armen Mann getroffen haben. Der Soldat Martin habe dem Bettler helfen wollen. Darum habe er seinen Mantel mit seinem Schwert in zwei Teile geschnitten und ein Stück dem frierenden Mann gegeben. Wenig später soll ihm Jesus im Traum erschienen sein und sich als der Bettler zu erkennen gegeben haben.

Was hat das mit der Martinsgans zu tun?

Traditionell kommt am 11. November auch die Martinsgans auf den Tisch. Doch was hat das Federvieh mit dem Heiligen Martin zu tun? Dafür gibt es verschiedene mögliche Erklärungen.

Zum einen soll sich Martin von Tours aus Bescheidenheit in einem Gänsestall versteckt haben, als er zum Bischof geweiht werden sollte. Das laute Geschnatter der Gänse verriet jedoch seinen Aufenthaltsort und er wurde entdeckt. Seit diesem Tag gilt Bischof Martin von Tours als Schutzpatron der Gänsezucht.

Mit dem Martinstag beginnt in Deutschland zudem traditionell die Saison der Gänseschlachtungen.

Eine andere Herkunft des Festessens wird darin gesehen, dass am 11. November die 40-tägige vorweihnachtliche Fastenzeit beginnt, in der fettes Essen tabu ist. Überdies war der 11. November früher jener Termin, an dem die Bauern ihren Lehnherren die fällige Pacht zahlen mussten. Da im Mittelalter sehr oft Naturalien das Geld ersetzten, beglichen die Schuldner in vielen Fällen ihre Pacht mit einer Gans.

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